Einführung eines Arbeitskreises Jugendpartizipation

Antrag für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 16.12.2020

Sehr geehrter Herr Köpke,

die FDP-Ratsfraktion Neukirchen-Vluyn beantragt den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung zu nehmen.

Antragstitel: Einführung eines Arbeitskreises Jugendpartizipation

Die Verwaltung wird damit beauftragt einen Arbeitskreis unter dem Namen Jugendpartizipation einzurichten. Der Arbeitskreis hat das Ziel, Themen von Kindern und Jugendlichen in angemessener Art und Weise vorab zu eruieren und zu besprechen, um diese letztendlich in die entsprechenden Ausschüsse zu delegieren und unter Umständen zur Abstimmung zu bringen. Darüber hinaus soll sich der Arbeitskreis mit Maßnahmen zur Verbesserung der Jugendpartizipation am politischen Geschehen beschäftigen und die Abstimmung mit dem Stadtjugendring suchen. Es ist darauf zu achten, dass vor allem engagierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit zur Teilnahme am Arbeitskreis erhalten. Die gesamten Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Arbeitskreis Jugendpartizipation sollen im Jahr 2024 dem Sozial-, Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss vorgetragen werden, um über eine mögliche Einführung eines Jugendbeirates in der Stadt Neukirchen-Vluyn zu entscheiden.

Begründung zum Antrag

Nicht zuletzt der demografische Wandel sorgt für eine verzerrte Repräsentanz der Themen zwischen Jung und Alt. In den vergangenen Jahren haben wir miterlebt, wie sich vor allem Kinder und Jugendliche politisches Gehör verschafft haben. Die besten Beispiele sind die Bewegung Fridays for Future und die Gegenbewegung zu Artikel 13 auf Europaebene. Darüber hinaus gibt es viele lokale und regionale Bewegungen, die sich für bestimmte Themen einsetzen und vor allem von jungen Menschen ins Leben gerufen werden. Diesem Verständnis für Politik und das eigene Leben wollen wir Rechnung tragen und als Vorstufe zu einer ggf. offiziellen Beteiligung in Form eines Jugendbeirates gemeinsam mit dem Stadtjugendring eine Möglichkeit zum intensiven Austausch schaffen. Die bereits beschlossenen Maßnahmen, unter anderem durch den Antrag der CDU-Fraktion vom 29.05.2020, sollen hier in Form des Stadtjugendrings Berücksichtigung finden. Ein Jahr vor dem Ende der aktuellen Wahlperiode soll dann durch die Erkenntnisse und Ergebnisse des Arbeitskreises entschieden werden, ob die Einführung eines Jugendbeirates zur nächsten Wahlperiode sinnvoll erscheint und ein entsprechender Beschluss gefasst werden soll. Diesen Weg halten wir für sinnvoll, um Jugendthemen mehr in den Fokus zu nehmen, Kinder- und Jugendliche zu beteiligen und ausreichend Erkenntnisse im Umgang mit politischer Beteiligung zu sammeln. Aus diesem Grund bitten wir um Zustimmung zum genannten Antrag.